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§ 9 Beendigung der Mitgliedschaft im Todesfall
Stirbt ein Mitglied, so geht die Mitgliedschaft bis zum Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall eingetreten ist, auf die Erben über. Sie endet mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall eingetreten ist. Mehrere Erben können ein Stimmrecht in dieser Zeit nur durch einen gemeinschaftlichen Vertreter ausüben.
… Wie kann kurzfristiger Kapitalabfluss vermieden werden? …
Diskussion
Die Mustersatzungen von GdW und Genossenschaftsverband sehen die gestrichene Regelung vor, also dass die Mitgliedschaft im Todesfall NICHT auf den Erben übergeht. Auch in der Fachliteratur (siehe u.a. „Genossenschaftsrecht für die Praxis - Ein Leitfaden für Wohnungsgenossenschaften“, Haufe-Verlag 2014, S. 121 ff) wird diese sogenannte „Grundvariante“ des § 77 Abs. 1 GenG empfohlen, da Genossenschaften so die Mitgliedschaft einfach auslaufen lassen können, wenn sie den Erben nicht dauerhaft als Mitglied behalten wollen.
Bei uns scheint mir ein anderer Weg sinnvoll, da wir folgende zwei Personengruppen eher halten und ihnen damit auch langfristig Sicherheit geben wollen:
In der Satzung der Gängeviertel eG wird in deren § 7 diese Einstellung mit allen Konsequenzen ausformuliert, so dass ich mich daran orientieren konnte.